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Die Tasche – 2

Friday, March 26th, 2010

Ich lege wahnsinnig gerne auf. Am liebsten (Deep-)House. Leider habe ich nur wenige Auftritte. Aber wenn sich mal ein Anlass finden lässt, packe ich leidenschaftlich den Platten-Koffer ein. Manchmal macht mir das noch mehr Spaß als das eigentliche Auflegen. Die Plattenkoffer lassen nur eine begrenzte Anzahl von Platten zu. Heißt; man muss sich gut überlegen was man mitnimmt.

Man stellt sich deshalb Fragen wie zum Beispiel; Wird das eher ein ruhiger Abend oder wird es im Rave enden? Gibt es Liebhaber für die man eher nerdiges Zeug spielt oder wollen die Leute einfach nur vergessen (igitt!)?. Und so ist man, während man weiter einpackt, schon voll im Abend drin. Wenn der Koffer dann eingepackt ist (gerade tight genug, damit man noch mit den Fingern dazwischen fummeln kann), rollt man zum Club. Die traditionellen Plattenkoffer sind super. Die Rollen überall durch, schützen die Platten vor fallenden Getränken und können auch mal umkippen.

Letzens habe ich mir jedoch einen Plattenkoffer zugelegt, der so gar nicht praktisch ist. Er lässt vielleicht dreißig Platten zu (das wären an die zwei Stunden Spielzeit. Drei, wenn man die B-Seiten schieben würde.), schützt überhaupt nicht vor externem Wirken und lässt sich nur mit einem Griff durch die Gegend tragen. Trotzdem fand ich den Koffer auf Anhieb spitze.

Gefunden habe ich ihn in Uden, das ist ein Kaff im Süden Hollands. Und zwar in einer Lagerhalle wo es nur gebrauchte Waren gibt. Richtiger Schrott. Kein Vintage, sondern nur alte Klamotten. Keine Retro-Klassiker, sondern einfach nur Sperrmüll. Im Dachboden gibt es jedoch tausende von Platten. Größtenteils auch Schrott (hab aber noch zwei alte Force Inc-Platten entdecken können. Im hinteren Teil des Dachbodens standen lauter kleine Koffer. Darunter auch ein schwarzes Exemplar. Ein grandioses Lack-/Lederimitat mit Reptilschuppenprint. Sehr düster, aber auch elegant. Goth-Chic. Eine Tasche die sehr gut zur Musik von John Roberts passen würde. Ein schwarzer Diamant der sich galant wie ein Audi 80 (schwarz, mit Chrom) um sein Inhalt kümmert.

Aber wie gesagt, der Koffer hält nur wenig aus. Darüber hinaus habe ich Angst, dass der Griff abreist wenn der Koffer zu voll wäre. Aber auch das kann sich positiv auf einen Auflegeabend auswirken. Leise fantasiere ich schon über die erste Gelegenheit. Eine dunkle Bar, ganz klein. Mit Leuten die nur eine feine Selektion hören möchte. Die ihre Getränke nicht verschütten werden und meinen schwarzen, fragilen Diamanten mit einem leichten Augenzwinker das O.K. geben.

p.s. Die obere Platte vor dem Koffer ist von Anton Zap und heißt ‘I get no Kick from Champagne’. Eine gewagte Aussage. Die Platte ist super und sanft. Vor allem der Titeltrack ist großartig.

Die Tasche

Friday, March 26th, 2010

Dies ist der erste Teil einer Serie die ich ab und an fortsetzen werde. Es hängt davon ab wie und wann mir danach ist und ob ich überhaupt ein Item zu Verfügung habe, dass sich in dieser Serie beschreiben lässt.
Es geht in dieser Serie um Taschen. Ich war eigentlich immer sehr zufrieden mit dem Jute-Beutel. (Vor allem Beutel mit Aufdrucken von Bandnamen. Ich erinnere mich sehr gerne an einen Jute-Beutel auf dem der Name der Band Kante stand. Aber ich liebe auch die Beutel des Hamburger Smallville-Plattenladens, die ich dank dem lieben Christian, einem tollen Gestalter der in diesem Blog noch sehr oft genannt werden soll, durch die Gegend tragen kann.)

Seit einiger Zeit traue ich mir aber auch richtige Taschen als Zubehör (Accessoire, wenn man so will) zu tragen. Den Anfang möchte ich mit meiner gerade erstandenen Lanvin Tasche machen. Ich habe sie online ersteigert und fünfzehn Euro dafür gezahlt. Erst war ich mir nicht sicher ob sie echt sei, ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass es gefälschtes Lanvin-Zeugs gibt( oder gibt es dafür etwa einen Markt?) Ich habe ja den Verdacht, dass sie mal das Basisutensil eines sogenannten Goodybags war, oder so.
Die Tasche kann man als außer Kontrolle geratenen Envelope Bag bezeichnen. Manche würden das von mir gehassten Wort Man-Bag aussprechen. Die Tasche ist etwas größer als das Papiermaß A4. Was diese Tasche zur Tasche mach ist ihre Härte. Robust, könnte man auch sagen. Sie sieht eigentlich weich und geschmeidig aus, schützt aber ihren Inhalt durch die gehärteten Seiten und Ecken.

Deshalb lassen sich vor allem Zeitschriften (oder eine Zeitung, wenn es nicht gerade die Wochenend-Edition ist) in ihr gut bergen. Runde oder kantige Gegenstände sind nicht so gut, da sie die Tasche, von innen aus, ausbeulen könnten. Das Material ist wasserabweisend, da sie jedoch von Oben zum Teil geöffnet ist, garantiert sie bei Regen nur bedingt für einen trocknen Inhalt.

Die Tasche lässt sich mithilfe eines zarten Magneten schließen. Dieser ist eingebaut in der Faltlasche, an der auch der Name Lanvin steht. Tragen kann man die Tasche entweder mit nur einer Hand oder man kann sie um die Schulter hängen.